Wieso Anleger die Erholung in der Tourismusbranche kritisch betrachten sollten

Zwar blickt der Schweizer Tourismussektor zuversichtlich in die Feriensaison. Das Coronavirus ist aber nicht die einzige Herausforderung, die die Branche zu meistern hat.

1. Juli 2021

Finanzmarktupdate Tourismus

Ikone im Reiseland Schweiz: Die Kapellbrücke in Luzern zieht 2021 nach den Corona-Lockerungsmassnahmen wieder mehr Touristen an. (Bild: Patrick Robert Doyle auf unplash.com)

Vor einem Jahr erlitt die Schweizer Reiseindustrie wegen Corona einen historischen Einbruch, wie die Entwicklung der Logiernächte zeigt. Im Jahr vor der Krise steuerte die Branche noch rund 3% zur wirtschaftlichen Wertschöpfung der Schweiz bei. Dann kam der Rückgang, ein regelrechtes Desaster: Rund 96% der ausländischen Ferntouristen fielen aus.

Doch jetzt kommt die Wende: Wegen den weltweiten Impfkampagnen dürfte im laufenden Jahr die Zahl der Reisenden aus dem In- und Ausland wieder deutlich stiegen. Dabei werden insbesondere Touristen aus Europa für eine Wiederbelebung des Geschäfts sorgen.

Chart Tourismus

Anzahl Logiernächte in der Schweiz in Mio. (inkl. Prognose): Nach dem Einbruch im Jahr 2021 zeigt die Zahl der Hotelübernachtungen in der Schweiz eine v-förmige Erholung. (Quelle: KOF ETH Zürich/Grafik: HBL Asset Management)

Damit sich die Nachfrage aus den Fernmärkten wie China erholt, braucht es voraussichtlich aber mehr Zeit. Und ein Teil des Geschäftstourismus dürfte wohl wegen der beschleunigten Digitalisierung der Wirtschaft sogar permanent ausfallen. Zudem trübt die nach wie vor hohe Prognoseunsicherheit aufgrund der Corona-Mutationen den Ausblick. Eine Wette auf eine Aufholjagd der Aktien von Unternehmen aus dem Tourismus- und Dienstleistungssektor sollte deshalb zum gegenwärtigen Zeitpunkt ganz genau überlegt sein.

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