Wann ist bei den Immobilienpreisen die Luft raus?

Die Immobilienpreise haben in den letzten Jahren nochmals an Dynamik gewonnen. Seit 2017 sind sie insbesondere in der Grossregion Zürich überdurchschnittlich angestiegen.

28. Juli 2021

Immobilienservice

Besonders in der Region Zürich stiegen die Immobilienpreise verhältnismässig stark an.

Betrachtet man die Transaktionspreise einer durchschnittlichen Eigentumswohnung in der Schweiz, so hat sich der Wert innerhalb von 20 Jahren mehr als verdoppelt. Im Grossraum Zürich ist es sogar zweieinhalb Mal so viel. Bei dieser Entwicklung fallen zwei Punkte ins Auge. 1) Die Dynamik hat seit 2017 stark zugenommen. 2) Die Preisdivergenz zwischen der Marktregion Zürich und der Gesamtschweiz hat sich nochmals ausgeweitet. Im Grossraum Zürich betrug die durchschnittliche Wachstumsrate der Immobilienpreise in den letzten Jahren 1.31% pro Quartal. Für die Gesamtschweiz beträgt die entsprechende Zahl 0.85%. Das heisst, dass der Preisanstieg in den letzten Jahren grösstenteils der Marktregion Zürich zuzuschreiben ist. Der Grund für die hohen Immobilienbewertungen sind die tiefen Zinsen. Bei einem eventuellen Kurswechsel der Zentralbanken und höheren Zinsen sind Preisrückschläge am Immobilienmarkt höchstwahrscheinlich. Auch Änderungen in der Bevölkerungsstruktur dürften die Immobilienpreise beeinflussen. Demgegenüber stehen der Trend hin zu mehr Wohnfläche und die fehlenden Anlagealternativen als stabilisierende Faktoren.

Artikel teilen

HBL-WebTV

Finanzmarkt-Update 09|2022
Videos

5. September 2022

«Die Inflation bewegt uns derzeit am meisten»

Die Inflation als globales Phänomen sorgt dafür, dass 2022 als ausserordentliches Jahr in die Geschichtsbücher eingehen wird. «Für die Entwicklung der Märkte sind jetzt die Zentralbanken im Fokus», sagt Anlagechef Reto Huenerwadel.