Der Anstieg der Rohstoffpreise dürfte den Westen noch länger in Atem halten

Im Rahmen der vom Westen verhängten Sanktionen gegen Russland sind kurzfristige Preisanstiege an den Energie- und Rohstoffmärkten wohl unvermeidlich.

4. März 2022

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Wegen des Krieges in der Ukraine werden Lieferausfällen bei Weizen befürchtet. Die Ackerflächen im osteuropäischen Land entsprechen einem Drittel des gesamten Ackerlands in der Europäischen Union. (Bild: Adobe Stock)

Folgend auf den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine sind unter anderem die Preise für Öl, Gas, Kupfer oder Weizen sprunghaft angestiegen – Rohstoffe, für die Russland und die Ukraine bedeutende Exportnationen sind. Sollte Russland als Reaktion auf die Sanktionen den Ölhahn zudrehen, würden gemäss Hochrechnungen auf einen Schlag rund 3 Millionen Barrel russisches Öl pro Tag in der europäischen Energiebilanz wegfallen.

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Ölpreise beinahe verdoppelt (in USD): Wegen der Corona-Krise und des Kriegs in der Ukraine hat sich der Preis für ein Barrel Rohöl seit Anfang 2021 deutlich erhöht. (Quelle: Bloomberg/Grafik: HBL Asset Management)

Als kurzfristige Folge davon dürften die Preise für die Rohölsorten Brent sowie WTI von den aktuellen Niveaus nochmals um rund 10 bis 15 Dollar steigen. Mittelfristig kann das fehlende russische Öl wohl durch andere Anbieter ersetzt werden. Bereits sollen Gespräche mit dem Iran, Saudi Arabien, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emirate laufen. Allerdings lässt sich in den genannten Staaten die benötigte, zusätzliche Rohölmenge nicht von heute auf morgen erhöhen.

Einerseits wurde wegen des coronabedingten Nachfrageeinbruchs wenig in die Exploration neuer Ölquellen sowie in den Erhalt der Infrastruktur investiert, andererseits sorgen politische Querelen immer wieder für Rückschläge in der Ölproduktion der genannten Staaten. Somit dürfte uns der Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise wohl noch länger beschäftigen.

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