Deutschland: Produktivität kontrastiert mit Börsenentwicklung

Aktuelle Daten aus Deutschland weisen auf eine konjunkturelle Abschwächung hin. Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den letzten zehn Jahren ist jedoch beeindruckend.

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Stimmungsindikatoren spiegeln die Wirtschaftsentwicklung nicht korrekt: Wir bleiben optimistisch für deutsche Anlagen. (Bild: Adobe Stock)

Die zuletzt veröffentlichten Wirtschaftsdaten sind grossmehrheitlich unerfreulich ausgefallen. Dies gilt vor allem auch für die Stimmungsindikatoren der Unternehmen. So ist etwa die Erwartungskomponente des ifo-Geschäftsklima-Index im August auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren gefallen. Auch der Einkaufsmanagerindex für Deutschland verharrt mit 43,6 Punkten auf einem Niveau, das klar für eine Konjunkturabschwächung spricht.

Bruttoinlandprodukt (BIP) in 1’000 EUR (linke Skala) und Veränderung in % (rechte Skala): Seit 2007 konnte Deutschland das BIP pro Beschäftigten von 60‘000 Euro um rund 25 Prozent auf fast 80‘000 Euro steigern.

Es ist aktuell in erster Linie die Automobilindustrie, die sich grossen Herausforderungen gegenüber sieht. Angesichts dieser unerfreulichen Wirtschaftsnachrichten geht beinahe unter, dass sich auch die deutsche Wirtschaft in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt hat. So ist beispielsweise das BIP pro Kopf beständig angewachsen. Seit 2007 konnte Deutschland das BIP pro Beschäftigten von 60‘000 Euro um rund 25 Prozent auf fast 80‘000 Euro steigern. Dabei wurden die grössten Steigerungsraten in den letzten Jahren verzeichnet. Dies sind in jeder Hinsicht ausserordentliche Werte und ein klares Indiz für die Produktivitätssteigerungen dieser Volkswirtschaft. Sie kontrastieren mit der Entwicklung an der Börse. Wir erachten Anlagen in Deutschland weiterhin als attraktiv.