Kryptowährungen: Wie geht es weiter nach dem Bitcoin-Höhenflug?

Der Bitcoinpreis erreichte im März ein neues Allzeithoch. Neue Anlagevehikel und das bevorstehende sogenannte «Halving» dürften für zusätzliche Nachfrage sorgen.

27. März 2024

Bitcoin 1920X1080 (1)

Anlegerinnen und Anleger können seit der Zulassung neuer ETF in den USA einfacher in die Kryptowährung Bitcoin investieren. (Bild: Adobe Stock)

Die Kryptowährung Bitcoin hat in den letzten Wochen enorm an Wert zugelegt (siehe Grafik). Entscheidend für den exorbitanten Kursanstieg dürften zwei Faktoren gewesen sein. Zum einen erfolgte in den Vereinigten Staaten am 10. Januar 2024 die Zulassung von elf Bitcoin-Spot-ETF  durch die US-Kapitalmarktaufsichtsbehörde SEC. Die ETF (Exchange Traded Funds) von Blackrock, Fidelity und anderen Anbietern gewähren vor allem institutionellen Investoren vereinfachten Zugang zu Bitcoin-Anlagen.

Grafik Bitcoin (2)

Bitcoin-Preis in 1000 USD: Der Payment-Token erreichte im März 2024 bei 73‘750 Dollar ein neues Allzeithoch. Seit dem Tiefstand von 2022 hat die Kryptowährung über 350 Prozent zugelegt. (Quelle: Bloomberg/Grafik: HBL Asset Management; Daten per 22.03.2024)

Deutlich tiefere Produktgebühren

Anlegerinnen und Anleger können nun ohne regulatorische Unsicherheiten und ohne die Herausforderungen betreffend die Verwahrung von Bitcoin in das relativ junge Asset investieren. Die neuen ETF sind zudem mit Gebühren von 0,2 bis 0,8 Prozent wesentlich günstiger als bisherige Anlagelösungen.

So zahlt man etwa beim bekannten Grayscale Bitcoin Trust eine Gebühr von 1,5 Prozent. Entsprechend gross war denn auch die Nachfrage für die neuen Angebote. Die ETF von Blackrock und Fidelity konnten innert kürzester Zeit mehr als 2 Milliarden Dollar an Fondsvolumen aufbauen.

«Halving» verknappt das Angebot

Zum anderen steht bei Bitcoin – wie alle vier Jahre – das sogenannte «Halving» bevor. Das heisst, die Belohnung für das Schürfen neuer Bitcoins halbiert sich. Das «Halving» wird am 17. April 2024 stattfinden. Die Verknappung der neu hinzukommenden Bitcoins führte in der Vergangenheit auf lange Sicht zu einem Nachfrageüberhang und damit zu steigenden Kursen.

Bei einem Investment in Kryptowährungen ist jedoch Vorsicht geboten, denn der Markt für solche Assets ist noch sehr jung, die Liquidität bescheiden und die Volatilität hoch. Die letzten Jahre haben uns gezeigt, dass sich Anleger insbesondere bei erhöhter Nervosität an den Finanzmärkten von risikoreichen Anlagen, wie Kryptowährungen, besonders schnell trennen.

Artikel teilen

Bitte Marketing-Cookies akzeptieren, um diesen Inhalt anzusehen.

Finanzmarkt-Update 04|2024

Bitte Marketing-Cookies akzeptieren, um dieses Video anzusehen.

27. März 2024

«Knappe Güter wie Gold und Bitcoin vermehrt nachgefragt»

Im ersten Quartal 2024 sind die Konsumenten- und US-Konjunkturzahlen zum Teil besser als erwartet ausgefallen. Insgesamt lagen die Konjunkturdaten aber im Rahmen der Erwartungen. Für echte Überraschungen sorgten dagegen die Zentralbanken von Japan und der Schweiz. «Die Schweizer Zinssenkung befeuert Spekulationen, dass die Inflation zurückkommen könnte, weshalb knappe Güter wie Gold und Bitcoin vermehrt nachgefragt werden», sagt Reto Huenerwadel im Video.

Bitte Marketing-Cookies akzeptieren, um diesen Inhalt anzusehen.

Bitte Marketing-Cookies akzeptieren, um diesen Inhalt anzusehen.