Höhere Zinsen verhelfen den US-Grossbanken im ersten Halbjahr 2023 zu höheren Gewinnen

Die vorgelegten Halbjahreszahlen der US-Grossbanken fallen mehrheitlich positiv aus und lassen verhalten optimistisch auf den Rest des Jahres blicken.

26. Juli 2023

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Auch die Bank Morgan Stanley konnte neben den anderen US-Grossbanken gute Gewinne einfahren. (Bild: Adobe Stock)

Die diesjährigen Halbjahresergebnisse der amerikanischen Grossbanken standen nach dem Kollaps der US-Regionalbank Silicon Valley Bank im März besonders im Fokus. Vor diesem Hintergrund erzielte die grösste US-Bank, JP Morgan, deutlich mehr Gewinn, wobei sämtliche Geschäftsbereiche grösstenteils zu überzeugen wussten. Auch bei den anderen US-Banken lief das erste Halbjahr 2023 mehrheitlich rund. Aufgrund höherer Zinsen konnten mit dem Zinsdifferenzgeschäft deutlich höhere Gewinne erzielt werden. Auch die zuletzt steigende Zahl der Börsengänge und Unternehmenszusammenschlüsse bescherte dem sonst sehr volatilen Investment Banking solide Ergebnisse.

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US-Banken Kursentwicklung (indexiert): Nach überstandener «Mini-Krise» zeigen die US-Grossbanken zuletzt mehrheitlich eine ansprechende Kursentwicklung. (Quelle: Bloomberg/Grafik: HBL Asset Management)

Einzig das Handelsgeschäft entwickelte sich aufgrund von tieferen Handelsvolumen harzig. Als Antwort auf die wirtschaftliche Abkühlung bildeten die Banken zuletzt deutlich mehr Rückstellungen für allfällige Kreditausfälle als noch vor Jahresfrist. Der jüngste von der US-Fed durchgeführte Stresstest zeigte, dass die US-Grossbanken für den Krisenfall ausreichend kapitalisiert sind. Im aktuellen Zinsumfeld rechnen wir nach den starken Vorgaben der US-Banken auch mit ansprechenden Ergebnissen der hiesigen Banken.

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