Corona-Krise: Auf den Schock folgte die BIP-Erholung

Die Lockdown-Massnahmen von Mitte März haben weltweit zu einem Einbruch der Wirtschaftsaktivitäten geführt. Zuletzt wurden die Prognosen nach oben revidiert.

26. November 2020

Corona 1920X1080 1024X576

Das Virus hat die Wirtschaftskraft der Schweiz innerhalb eines Quartals auf die Niveaus von 2014 zurückgeworfen. (Bild: Adam Nieścioruk auf Unsplash)

Der Lockdown ging auch an der Schweiz nicht spurlos vorüber. Auch wenn die Schweiz im internationalen Vergleich relativ glimpflich davongekommen ist, war der saisonal bereinigte Rückgang des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 8.2% im zweiten Quartal 2020 der grösste Rückgang in der Geschichte der BIP-Messung der Schweiz. Innerhalb von einem Quartal wurde die Wirtschaftskraft unseres Landes auf die Niveaus von 2014 zurückgeworfen.

Global Gdp 1024X495

Entwicklung BIP indexiert (01.2000 = 100 Pkt.): Die Corona-Krise hat in der Entwicklung des Bruttoinlandprodukts (BIP) wichtiger Industrienationen deutliche Spuren hinterlassen. (Quelle: Bloomberg/Grafik: HBL Asset Management)

Härter wurde England oder die Eurozone von der Covid-Krise getroffen. Im zweiten Quartal entsprach die Wirtschaftskraft der Eurozone den Werten von vor rund 14 Jahren. Angesichts des ständigen Bevölkerungswachstums und der Produktivitätssteigerungen etwa aufgrund der Digitalisierung ein bemerkenswert schlechter Wert. Umso erfreulicher ist der Anstieg dieser Zahlenreihen im dritten Quartal.

Auch für die Schweiz konnten die BIP-Prognosen zuletzt nach oben revidiert werden. Zum Jahresende 2020 sind in der Schweiz Output-Niveaus wie vor rund 3 Jahren wieder durchaus realistisch. Mit Sicherheit kann dabei die Schweiz vom stabilisierenden Effekt einzelner Gesundheitsunternehmen profitieren. Der Unterhaltungssektor und vor allem das Gastgewerbe sind weiter stark von der Corona-Krise gezeichnet.

Artikel teilen

HBL-WebTV

Videos

6. April 2021

«Mit alternativen Anlagen Portfolio aufpeppen»

Weil die Zinsen noch lange tief bleiben, ergänzt das HBL Asset Management die Obligationen-Portfolios mit alternativen Anlagen. «Aber nicht alle alternativen Anlagen eignen sich dafür», sagt Reto Huenerwadel, Leiter des HBL Asset Managements.