Das bedeuten die US-Wahlen für Ihr Aktienportfolio

Der von den Finanzmärkten erwartete Erdrutschsieg der Demokraten bei den US-Wahlen ist ausgeblieben. Aber auf was müssen sich Anlegerinnen und Anleger jetzt einstellen?

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Noch nie hat eine Präsidentenwahl in den USA auch nur annähernd ähnlich viel Medienecho – auch in der Schweiz – erhalten wie die aktuelle Ausmarchung zwischen Präsident Trump und seinem Herausforderer Biden. Dafür gibt es gute Gründe: 1. Die Medienpräsenz und die Medienaffinität des aktuellen Präsidenten Trump. 2. Die Bedeutung der USA für die Welt – wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch und 3. die schiere Spannung angesichts des über mehrere Tage anhaltenden Kopf-an-Kopf-Rennens der beiden Kandidaten.

Noch Stunden vor dem Wahltag war es für die Finanzmärkte klar, dass es anlässlich der US-Wahlen zu einer eigentlichen „blauen Welle“ kommen wird. Die Meinung war also, dass die Demokraten auf nationaler Ebene die wichtigsten politischen Ämter bestimmen werden. Stunden später wurde diese Einschätzung gänzlich in Frage gestellt. Erst am Tag zwei nach Wahlschluss zeichnet sich sachte ab, dass die Demokraten wohl zumindest in der Person von Joe Biden einen neuen US-Präsidenten stellen werden.

Ob die Aktienmärkte aufgrund dieser Entwicklung in den letzten Tagen deutliche Kursgewinne erzielen konnten, ist nicht klar. Denn aus einer traditionellen Marktperspektive ist das Resultat der US-Präsidentenwahl ein durchaus problematisches Szenario. 1. Die Unsicherheit ist aufgrund des knappen Resultats sehr hoch. 2. Die angedrohten Klagen der Regierung und die ganz grundsätzlich aufgeheizte gesellschaftspolitische Stimmung mit bewaffneten Milizen und Black-Lives-Matter-Demonstrationen im Hintergrund sorgt im wahrsten Sinn des Wortes zusätzlich für Unruhe. 3. Auch ein mögliches Szenario, in dem ein demokratischer Präsident mit einem republikanischen Senat um fiskalpolitische Massnahmen streiten muss – analog der Situation in der zweiten Legislatur Obama – ist keine gute Nachricht für die Finanzmärkte.

In diesen Zeiten gibt es dennoch zwei, drei Aspekt, die relativ gut prognostiziert werden können:

  • Anfang des Jahres 2021 dürfte es zu neuen US-Hilfspaketen kommen.
  • Diese dürften wohl geringer ausfallen als von den Demokraten gewünscht. Dies in erster Linie aufgrund der Tatsache, dass die Republikaner sich auf ihre traditionelle Position der gesunden Staatsfinanzen zurückbesinnen werden.
  • Die Finanzmittel werden vermehrt ins Gesundheitssystem und in Projekte zu alternativer Energie investiert werden.
  • Steuererhöhungen für reiche Amerikaner und Unternehmen sind angedacht.
  • Die grossen Technologiekonzerne dürften in unterschiedlicher Form – regulatorisch und finanziell – zur Verantwortung gezogen werden.

Auf diese Trends ist jedes Aktienportfolio auch das eines Schweizer Investors auszurichten. Mit unserem AMC Nachhaltigkeit haben wir für diesen Trend auch ein gut diversifiziertes globales Anlageprodukt. Dort finden sich auch verschiedene Titel aus dem Gesundheitssektor wieder.