Stimmungsindikatoren: Die Dienstleistungsbranche ist optimistischer als der Industriesektor
Die schwache Entwicklung beim verarbeitenden Gewerbe wird vom weiterhin guten Wachstum im Dienstleistungssektor abgefedert.
31. Mai 2023

Türkisfarbenes Meer, sonnige Strände: Gefragte Dienstleistungen in der Tourismusbranche sorgen derzeit für gute Stimmungen bei Firmenmanager. (Bild: Adobe Stock)
Der PMI (Purchasing Managers Index oder Einkaufsmanagementindex) ist ein Wirtschaftsindikator, der Aufschluss über die Geschäftstätigkeit und die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor einer Volkswirtschaft gibt. Der PMI wird durch Befragung des Einkaufsmanagements in Unternehmen erstellt.
Dieses liefert Daten zu Faktoren wie Auftragseingang, Produktion, Beschäftigung, Lagerbestände oder Preise. Da das Einkaufsmanagement ganz vorne in der Wertschöpfungskette einer Firma agiert, gilt der PMI als Frühindikator der Konjunkturentwicklung. Ein Wert von über 50 signalisiert eine bessere Beurteilung der konjunkturellen Situation im Vergleich zum Vormonat, ein Wert von unter 50 Punkten signalisiert eine schlechtere Beurteilung der Situation.

Stimmungsindikatoren in Punkten: Die Situation im Dienstleistungssektor wird vom Einkaufsmanagement derzeit besser beurteilt als im Industriesektor (Manufacturing). (Quelle: Blommberg/Grafik: HBL Asset Management)
Die Schere zwischen dem Dienstleistungssektor und dem verarbeitenden Sektor geht aktuell auseinander. Dienstleistungen sind vor allem in der Touristik und der Freizeitgestaltung gefragt. Dem Industriesektor hingegen fehlt es derzeit an Schwung, da beim Auftragseingang angesichts der Zurückhaltung der Kundschaft und hoher Lagerbestände der Indexwert kontinuierlich sinkt. In der Kombination deuten die Indizes auf ein «Soft Landing», keine harte Rezession hin.
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