Goldrausch im Rechenzentrum – wer im aktuellen KI-Boom die Schaufeln verkauft
Die Logik des aktuellen KI-Booms ist ähnlich wie beim Goldrausches von 1848: Statt auf das Endprodukt setzt man besser auf die Ausrüster und zwar über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg.
4. Juni 2026

Grundausrüster wie Schaufelproduzenten profitierten damals beim kalifornischen Goldrausch von 1848 zuerst. (Bild: Adobe Stock (KI))
Am 20. Mai 2026 hat Nvidia einmal mehr Rekordzahlen vorgelegt. Umsatz und Gewinn übertrafen die hohen Erwartungen deutlich, das Datencenter-Geschäft verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahr. Bemerkenswert: Nvidia hat die Dividende massiv erhöht und ein zusätzliches, milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Das zeigt eine gewisse Reife des Unternehmens, signalisiert Vertrauen in weiteres Wachstum und macht zugleich deutlich, wie viel freies Kapital Nvidia inzwischen erwirtschaftet. Solche Signale werden gehört: Nvidias Zahlen stehen längst nicht mehr nur für das eigene Geschäft, sondern stellvertretend für die globale KI-Investitionswelle.
Zwei Themen treiben das Wachstum derzeit besonders. Erstens «Agentic AI», also KI-Systeme, die nicht mehr nur antworten, sondern eigenständig Aufgaben planen und ausführen – etwa als digitale Assistenten im Unternehmensalltag. Zweitens «Physical AI»: künstliche Intelligenz, die in der physischen Welt wirkt – in Robotern, Fabrikanlagen oder autonomen Fahrzeugen. In beiden Feldern ist Nvidia führend positioniert.

Kursentwicklung Nvidia Aktie vs. S&P 500 Index (in USD – indexiert): Wer vor rund 5 Jahren Nvidia Aktien gekauft hat, steht heute gegenüber einer Anlage im Leitindex S&P 500 deutlich besser da. (Quelle: Bloomberg/Grafik: HBL Asset Management; Daten per 29.05.2026)
Spannender für Anleger ist der Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette. Die Logik dahinter ist die gleiche wie beim kalifornischen Goldrausch von 1848: Grundausrüster wie Schaufelproduzenten profitierten damals zuerst. Die Grundausrüster heute sind Chiphersteller, Technologiezulieferer und Datacenterbetreiber oder Spezialisten für extreme Ultraviolett- Lithografie und hochspezialisierten Arbeitsspeicher. Hinzu kommen die Netzwerkbetreiber, die für die schnelle Datenübertragung zwischen den Rechenzentren sorgen. Diese Zulieferer arbeiten teils an der Kapazitätsgrenze – ein Hinweis, dass die Nachfrage strukturell und nicht kurzfristig ist.
Bei aller Goldgräberstimmung gilt zudem: Nvidia und andere KI-Spitzenwerte sind bereits sportlich bewertet, was die Kursschwankungen erhöhen kann. Diversifikation über die ganze Wertschöpfungskette bleibt also zentral. Genau hier setzt aktives Management an: Mit unserem Selektionsmodell und einem strukturierten Selektionsprozess wählen wir Titel gezielt aus. Unser AMC «Aktien Global: Technologie» profitiert davon besonders und weist seit Jahresbeginn eine ansprechende Rendite aus.
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29. April 2026
«E-Mobilität hat einen Boost erhalten»
Die Ölfrage bleibt wegen des Iran-Kriegs das dominierende Thema an den Märkten. Die Verkehrswege passten sich ein wenig an und die Nachfrage verändere sich. «Bereits jetzt erhält man den Eindruck, dass die E-Mobilität durch die Krise einen Boost erhalten hat», sagt Reto Huenerwadel, Leiter des HBL Asset Managements, im aktuellen Finanzmarkt-Video. Insgesamt habe die Krise aber keine grossen Auswirkungen auf die Finanzmärkte.
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