Gewinnmargen der Unternehmen trotzen geopolitischen Handelskonflikten
Die Gewinnmargen bleiben trotz zahlreicher Belastungsfaktoren auf hohem Niveau. Besonders Schweizer Unternehmen zeigen eine bemerkenswerte operative Robustheit.
30. September 2026

Wegen geopolitischer Konflikte sind internationale Handelsrouten unsicher und damit zum Belastungsfaktor für die Wirtschaft geworden. (Bild: Adobe Stock)
Die Profitmargen der Unternehmen liegen aktuell auf einem bemerkenswert hohen Niveau – trotz Handelskonflikten, volatiler Ölpreise und wiederholter Störungen wichtiger Handelsrouten. Der Gegenwind ist erheblich, doch die Unternehmen zeigen sich bislang erstaunlich widerstandsfähig.

Profitmargen im internationalen Vergleich (in %): Mit einem Wert von mehr als 12 Prozent liegen die Gewinnmargen von Schweizer Unternehmen auf gleichem Niveau wie diejenigen von US-Unternehmen. (Quelle: Bloomberg/Grafik: HBL Asset Management; Daten per 28.09.2026)
Ein Blick auf die grossen Aktienindizes bestätigt dieses Bild. Die Margen der Unternehmen im Swiss Performance Index (SPI) liegen aktuell bei rund 12 Prozent und damit in einer ähnlichen Grössenordnung wie jene des US-Aktienindex S&P 500. Auch der europäische Börsenindes Stoxx 600 sowie der japanische Nikkei 225 und der britische FTSE 100 weisen weiterhin solide Margenniveaus auf. Von einem flächendeckenden Margendruck kann damit derzeit keine Rede sein.
Erschwerte Rahmenbedingungen
Besonders interessant ist die Entwicklung in der Schweiz. Über die vergangenen Jahre konnten die Unternehmen ihre Margen nicht nur behaupten, sondern teilweise sogar steigern. Das ist angesichts des anspruchsvollen Umfelds bemerkenswert. Kostensteigerungen, geopolitische Unsicherheiten und die starke Schweizer Währung haben die Rahmenbedingungen erschwert. Dennoch gelingt es vielen Unternehmen, ihre Profitabilität auf hohem Niveau zu halten.
Noch spannender ist der Blick auf die Börse: Trotz ähnlich hoher Margen hat sich der SPI deutlich schwächer entwickelt als der S&P 500. Die operative Stärke der Schweizer Unternehmen spiegelt sich damit bislang nur teilweise in den Kursen wider. Bleiben die Margen stabil oder steigen weiter, könnte daraus zusätzliches Gewinnwachstum entstehen. Für den SPI stellt sich damit vor allem eine Frage: Wann schlägt sich die hohe Profitabilität auch stärker in den Aktienkursen nieder?
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