Anpassung der SNB-Inflationsprognose nach unten

Auch im dritten Quartal 2019 ist die Inflation in der Schweiz tiefer als ursprünglich von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) prognostiziert ausgefallen.

8. Januar 2020

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Baldige geldpolitische Anpassungen der SNB sind nicht zu erwarten.(Bild: Yü Lan/Adobe Stock)

In den letzten geldpolitischen Lagebeurteilungen wurde die bedingte Inflationsprognose – also die Inflationsprognose bei unveränderter Geldpolitik der SNB – regelmässig nach unten revidiert. Während in einer ersten Phase vor allem die langfristigen Inflationsprognosen nach unten revidiert wurden, betrafen die letzten Anpassungen in erster Linie die kurz- bis mittelfristigen Inflationsprognosen. 

Keine Anpassungen zu erwarten

Ebenfalls fällt auf, dass die jüngsten Anpassungen deutlich geringer ausgefallen sind als in den Vorquartalen. So wurde beispielsweise die Inflationsprognose zum Ende des Prognosehorizontes zuletzt sogar leicht von +1,1% auf +1,2% angehoben. Auch nach der Publikation der letzten Inflationsprognose durch die SNB lässt sich aber festhalten, dass baldige geldpolitische Anpassungen nicht zu erwarten sind.

Die Inflation fällt erneut tiefer als prognostiziert aus

Inflation in %

Inflation

Die SNB revidiert zum Jahresende 2019 die kurz- mittelfristigen Inflationsprognosen nach unten. (Quelle: SNB/Grafik: HBL Asset Management)

Angesichts der lediglich geringfügig nach unten angepassten Inflationsprognose ist nicht mit einer Zinserhöhung der SNB zu rechnen. Aber auch weitere Zinssatzsenkungen durch die schweizerische Zentralbank erscheinen wenig wahrscheinlich. Weiterhin tiefe CHF-Zinsen sind also nach der jüngsten geldpolitischen Lagebeurteilung das mit Abstand wahrscheinlichste Szenario.

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