Die Unsicherheit lässt die Volatilität an den Aktienmärkten in die Höhe schiessen

Die Volatilität als Risikobarometer der Börse erreichte wegen des Ukraine-Krieges den zweithöchsten Stand der letzten Jahre. Für Anlegerinnen und Anleger eröffnen sich dadurch Chancen.

31. März 2022

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Unruhiger Börsenhandel: Fallen die Kurse, steigt die Volatilität in der Regel stark in die Höhe. (Bild: Adobe Stock)

Die Volatilität wird an den Finanzmärkten gerne als Risikobarometer verwendet. Steigen die Risiken, steigt nämlich auch die Volatilität. So auch nach dem Ausbruch der Ukraine-Krise. Anfang Jahr notierte der Volatilitätsindex für Aktien des europäischen Börsenindex EURO STOXX 50 (VSTOXX-Index) noch bei rund 19 Prozent. Dies entsprach ziemlich genau dem Mittelwert der vergangenen zehn Jahre. Am 4. März 2022 stand der VSTOXX-Index dann bei knapp 50 Prozent wegen des Krieges. Im letzten Jahrzehnt schloss der Index nur einmal höher – in der Corona-Krise Anfang 2020 (s. Grafik).

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In Prozent: Die Volatilität europäischer Aktien ist beim Corona-Crash und zuletzt wegen des Ukraine-Krieges in die Höhe geschossen. (Quelle: Bloomberg/Grafik: HBL Asset Management)

Solange die Ukraine-Krise anhält, wird die implizite Volatilität weiterhin über dem langjährigen Median verharren. Volatilität misst ja die Schwankungsintensität von Wertpapierpreisen. Je höher also die Schwankungsbreite, desto höher ist die Abweichung des Kurses von seinem Mittelwert (Median) und umso höher ist die Unsicherheit.

Mit einer entsprechenden Strategie kann man erhöhte Volatilität als alternative Renditequelle nutzen. Das HBL Asset Management wird in den kommenden Monaten solche Prämienstrategien aufsetzen und testen. Wie sie ausschauen und funktionieren, erläutern wir in der kommenden Ausgabe dieser Publikation.

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