Showdown in den USA: Jackson Hole gibt den Takt für die Märkte vor
KI, Geldpolitik und Mid-Term-Wahlen: Der weitere Verlauf an den internationalen Börsen hängt derzeit stark vom Geschehen in den USA ab.
3. September 2026

Mid-Term statt High Noon: In den USA entscheidet sich im November 2026 bei den Mid-Term-Wahlen die Zukunft von Präsident Trumps Republikanern, deren Umfragewerte derzeit im Keller sind.
Die treibende Kraft für die globalen Aktienmärkte blieben aber auch während der Sommerwochen die Diskussionen rund um die Auswirkung der künstlichen Intelligenz (KI) auf die Weltwirtschaft. Mit der Euphorie vieler Marktteilnehmer rund um den Einsatz von KI konnte die Stimmung der Konsumenten nicht ganz Schritt halten.
Gerade bei der Konsumentenstimmung mussten in den letzten Wochen Abstriche in Kauf genommen werden. Ob und in welchem Ausmass die weiterhin angeschlagene Konsumentenstimmung mit KI im Zusammenhang steht oder ob dies doch in erster Linie mit dem politischen Diskurs auf beiden Seiten des atlantischen Ozeans zusammenhängt, ist nicht abschliessend zu beurteilen.

Leitzinsen verschiedener Länder im Überblick (in Prozent). In den USA und in Grossbritannien notieren die Leitzinsen deutlich über den Niveaus von Europa, Japan und der Schweiz. (Quelle: Bloomberg/Grafik: HBL Asset Management; Daten per 31.08.2026)
Geldpolitik in den Rocky Mountains
Ein besonderes Augenmerk galt dieses Jahr dem ersten grossen Auftritt des neuen Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh. Zum einen hat sich Herr Warsh in den ersten Wochen seines neuen Amtes bemerkenswert stillgehalten, zum anderen war es für die Marktbeobachter eine gute Gelegenheit sich eine Meinung zu bilden, wie stark der neue Fed-Vorsitzende vom doch recht aktivistischen Umfeld des US-Präsidenten Trump beeinflusst wird.
Hohe Inflation im Visier
Klar ist und bleibt, dass eine restriktivere geldpolitische Gangart weiterhin nicht das bevorzugte Szenario der Administration Trump ist. Dies nicht zuletzt vor dem grossen politischen Highlight der zweiten Jahreshälfte 2026, den Mid-Term-Wahlen von Anfang November, in den USA.
Auch wenn der Wahlkampf bis dato noch nicht für die grossen Schlagzeilen gesorgt hat, sind die Umfragewerte für die Regierung Trump weiterhin im Keller. Dies liegt in erster Linie daran, dass Herr Trump entgegen seinen Wahlversprechen bis jetzt den Beweis schuldig geblieben ist, der US-Wirtschaft positive Impulse zu geben und insbesondere für eine tiefere Inflation in den USA zu sorgen.
Bemerkenswert restriktive Rhetorik
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1. Juli 2026
«Aktien sind gut gelaufen»
Der Krieg im Iran hatte im ersten Halbjahr 2026 nur zeitweise einen Einfluss auf die Aktienmärkte. «Wichtig war, dass man dabeigeblieben ist, und dass man diversifiziert war», sagt Reto Huenerwadel, Leiter HBL Asset Management und Anlagechef der Hypothekarbank Lenzburg. Fürs zweite Halbjahr 2026 seien die Zwischenwahlen in den USA und die Geldpolitik der Zentralbanken im Fokus.
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