Schweizer Noten und Münzen im Umlauf

Seit der Geschäftsaufnahme der SNB im Jahr 1907 hat der Umlauf von Bargeld gemessen an dessen Gesamtwert kontinuierlich zugenommen.

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Die gestiegene Nachfrage nach kleinen Noten spiegelt vor allem die positive Entwicklung des privaten Konsums wieder. (Bild: SNB)

Der massive Anstieg des Bargeldumlaufs entspricht zum Teil der Teuerung, widerspiegelt aber auch das Wirtschaftswachstum. Auffallend ist der relativ hohe Anteil der grossen Noten. Dies kann dahingehend interpretiert werden, dass Banknoten nicht nur als Zahlungs-, sondern in erheblichem Umfang auch als Wertaufbewahrungsmittel verwendet werden. Damit lässt sich der markante Anstieg der Nachfrage nach Banknoten insbesondere im Jahr 2015, kurz nach Einführung der Negativzinsen durch die SNB, teilweise begründen. Andererseits dürfte auch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses zu einer erhöhten Attraktivität der Bargeldhaltung beigetragen haben.

Die Abbildung zeigt die Entwicklung des nominellen Notenumlaufs der jeweiligen Notenabschnitte. (Quelle: SNB/Grafik: HBL Asset Management)

Seit Mitte 2018 verläuft der Trend mittlerweile in die entgegengesetzte Richtung. Diese Entwicklung lässt sich einerseits auf die Fortschritte des bargeldlosen Zahlungsverkehrs zurückführen, andererseits bedeutet dies aber auch, dass entgegen der öffentlichen Wahrnehmung in Zeiten des «billigen Geldes» Firmen und Haushalte nicht zu einer grösseren Kassenhaltung neigen. Vielmehr widerspiegelt insbesondere die neuerlich gestiegene Nachfrage nach kleinen Noten im Umlauf vor allem die positive Entwicklung des privaten Konsums.

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