Hohe Haushaltsersparnisse: Günstige Voraussetzungen für Small- und Mid-Caps aus Europa

Die Konsumausgaben europäischer Privathaushalte sind so hoch wie schon lange nicht mehr. Dies könnte der Konjunktur in der Eurozone Schub verleihen.

31. Januar 2024

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Europäische Konsumentinnen und Konsumenten haben hohe Ersparnisse für Konsumausgaben zur Verfügung. (Bild: Adobe Stock)

Nach einem schwachen Jahresbeginn dürfte aus unserer Sicht der vorübergehende Abwärtsdruck auf den europäischen Aktienmarkt in den kommenden Monaten weiter nachlassen. Zwar belasten nach wie vor diverse Unsicherheitsfaktoren, wie beispielsweise der schwächelnde Immobilien- und Baumarkt in Deutschland, die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone. Den Unsicherheiten zum Trotz, steht der EuroStoxx 50 Index mit einer Rendite von 3,8 Prozent (in CHF) seit Jahresbeginn verhältnismässig gut da.

Starkes Reallohnwachstum

Ein Hauptgrund dafür ist unter anderem die solide Entwicklung der Konsumausgaben der privaten Haushalte, die als konjunkturelle Stütze dienen. Die historisch tiefe Arbeitslosigkeit in der Eurozone in Kombination mit dem starken Reallohnwachstum resultiert in einer stetig steigenden Überschussersparnis – insbesondere verglichen mit dem Niveau vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie (siehe Grafik).

SMC EU

Kumulierte Überschussersparnis in Prozent zum BIP 2019: Die Ersparnisse der Privathaushalte in den USA gehen seit Anfang 2022 zurück, in Europa dagegen sind sie immer noch am Steigen. (Quelle: Bloomberg/Grafik: HBL Asset Management)

Dies beflügelt den privaten Konsum, was sich wiederum positiv auf die Unternehmensgewinne auswirkt. Profiteure von dieser Entwicklung sind in erster Linie die klein- und mittelgrossen Unternehmen aus der Eurozone, insbesondere aus Italien, Frankreich oder auch aus Portugal, die naturgemäss einen stärkeren Fokus auf den Dienstleistungs- und Nicht-Basiskonsumgüter-Sektor aufweisen.

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