Volatilität: Kursschwankungen lassen sich für Optionsstrategien nutzen

Volatilitätsschwankungen eröffnen interessante Opportunitäten für Optionsstrategien. Eine systematische Ausnutzung bei Verzerrungen der Volatilität ist für Anleger interessant.

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Ein Vergleich der Volatilitätsindizes zeigt, dass im Mittel die Kursschwankungen der Titel im SMI weniger ausgeprägt sind, als im US-Index S&P 500.(Bild: unsplash, Travis Gergen)
Eine wichtige Grösse für Anleger ist die Ausprägung der Kursbewegungen. Für ganze Aktienindizes werden diese in Volatilitätsindizes gemessen und zeigen das stete Auf und Ab von Aktienmärkten. Da Kurskorrekturen oft schnell und heftig ausfallen, steigen die Volatilitätsindizes bei Kursverlusten überproportional an. Wenn sich die Situation an den Aktienmärkten wieder beruhigt, nähern sich Volatilitätsindizes wieder normalen Niveaus an.
Die Spitzen im Verlauf der Volatilitätsindizes der Schweiz (VSMI) und der USA (VIX) zeigen Perioden mit grösseren Kurskorrekturen an. (Quelle: Bloomberg/Grafik: HBL Asset Management)

Auch wenn die Volatilitätsindizes immer Schwankungen aufweisen, gibt es Phasen wie 2017, in denen die Schwankungen über eine relativ lange Phase deutlich unterdurchschnittlich ausfallen. Ein Vergleich der Volatilitätsindizes des SMI in der Schweiz (VSMI) und des S&P 500 in den USA (VIX) zeigt, dass im Mittel die Kursschwankungen der Titel im Swiss Market Index weniger ausgeprägt sind als im US-Index S&P 500. Es gibt aber auch längere Phasen – zum Beispiel 2015 bis 2018 –, in denen die Kursschwankungen in der Schweiz ausgeprägter ausgefallen sind.

Strategisch nutzen lässt sich die Volatilität, indem man bei hohen Indexständen Optionen verkauft und dafür eine Prämie kassiert. Entsprechende sogenannte Short-Vola-Produkte sind auf dem Markt erhältlich.

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