Spare in der Zeit, so hast du in der Not

Dieser Grundsatz hat in den letzten Monaten und Jahren für Sparer und Sparerinnen eine ganz neue Bedeutung erhalten.

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Wiederholt haben wir in den letzten Monaten an dieser Stelle das globale Tief- respektive Tiefstzinsumfeld thematisiert. Dies gilt vor allem auch für Sparer in CHF. Gerade wer in CHF-Obligationen von guten Schuldnern investiert, für den ist es auch nach – oder gerade wegen – der Corona-Krise schwierig, nach Abzug sämtlicher Kosten eine positive Rendite zu erzielen. Dies gilt insbesondere auch für das institutionelle Sparen oder andere Vorsorgegelder.

Während sich die AHV aufgrund des Umlageverfahrens bis zu einem gewissen Grad schadlos halten kann, treffen die CHF-Tiefzinsen die zweite Säule von Herrn und Frau Schweizer mit voller Wucht. Klar, auch das Umlageverfahren birgt aufgrund der demographischen Änderungen Gefahrenpotential. Bereits seit längerer Zeit ist absehbar, dass auf eine pensionierte Person immer weniger Erwerbstätige kommen oder im Umkehrschluss immer weniger Erwerbstätige immer mehr pensionierte Landsleute finanzieren müssen.

Die Herausforderungen werden grösser

Angesichts einer steigenden Lebenserwartung wird sich diese Situation auf absehbare Zeit nicht entspannen. Auch wenn Anlageerfolge helfen könnten, die Finanzierungsprobleme zu lindern, ist die Vorsorgeeinrichtung AHV nur bedingt aufgesetzt, um langfristige Anlageerfolge zu erzielen. Dafür ist in der Schweiz die zweite und dritte Säule vorgesehen. Aber auch in der zweiten Säule, die über das Kapitaldeckungsverfahren finanziert wird, ist es angesichts der Tiefzinsen eine Herausforderung, einen langfristigen Anlageerfolg zu erzielen.

Wer also aktuell für den Zeitpunkt seiner Pensionierung neben der AHV einen Zusatzbetrag ansparen will, muss sich mit dieser Fragestellung frühzeitig auseinandersetzen. Klar ist dabei, dass erfolgreiches Anlegen hilft, einen Beitrag zur Begleichung zukünftiger Ausgaben zu leisten. Dies zeigt ein einfaches Rechenbeispiel. Wer neben der ordentlichen Rente einen Zustupf von CHF 2‘000.- pro Monat erwartet und nach Erreichung des AHV-Alters von 65 Jahren einen Lebenshorizont von weiteren 25 Jahren hat, müsste bei einer Verzin­sung von 0% ein Gesamtkapital von CHF 600‘000.- ansparen.

Eine sinnvolle Ergänzung

Wer sich also erst mit 50 mit seiner Altersvorsorge auseinandersetzt, müsste bei einer Rendite von 0% pro Monat einen Betrag von CHF 3‘333.35 (ohne Berücksichtigung der Inflation) auf die Seite legen. Wer aber bei einer durchschnittlich erwarteten – durchaus realistischen – Aktienrendite von 8% über 40 Jahre monatlich einen Sparbetrag von rund CHF 170.- investiert, kommt bei seiner Pensionierung ebenfalls auf einen Sparbetrag von CHF 600‘000.-. Systematisches Sparen in tendenziell höher rentierende Anlagen reduziert den monatlichen Sparbetrag also deutlich. Ein systematischer Sparplan ergänzt die gesetzliche Vorsorge damit sinnvoll.

Erfahren Sie mehr über das Anlagesparen des HBL Asset Managements.