Sika-CFO: «Nach dem Schock wieder Business as Usual»

Der Schweizer Bauchemikalien-Hersteller Sika will nicht an den französischen Baukonzern Saint-Gobain verkauft werden. Der Rechtsstreit sei anfänglich ein Schock gewesen, sagt Sika-Finanzchef Adrian Widmer im «Chef-Talk» des HBL-WebTV. Das operative Geschäft habe aber nicht gelitten. Man wolle den Wachstumskurs beibehalten.

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«Wir erwarten ein zweitinstanzliches Urteil gegen Ende Jahr», sagt Sika-Finanzchef Adrian Widmer. (Bild: HBL-WebTV)

Der Rechtsstreit um Sika liegt mittlerweile beim Zuger Obergericht. Es soll nach dem Kantonsgericht in der zweiten Instanz entscheiden, ob der Verkauf der Sika-Aktien der Erbenfamilie Burkard an den französischen Saint-Gobain-Konzern rechtmässig war oder nicht. «Wir erwarten ein zweitinstanzliches Urteil gegen Ende Jahr», sagt Sika-Finanzchef Adrian Widmer im «Chef-Talk» des HBL-WebTV.

Der seit Dezember 2014 schwelende Rechtsstreit sei anfänglich «ein Schock» gewesen. Das Geschäft habe aber nicht gelitten. «Wir sind schnell zum Business as Usual gekommen», so Widmer. Dank der dezentralen Gruppenstruktur mit zahlreichen Ländereinheiten konnte sich das Unternehmen der aussergewöhnlichen Situation schnell anpassen. «Das ist eine Struktur, bei der man sich sehr gut aufs Geschäft konzentrieren kann. Man kann sogar sagen, dass diese Situation Sika als Unternehmung noch stärker zusammengeschweisst hat», so Widmer.

Die hundertste Ländergesellschaft

Für die Zukunft visiert Sika weiteres Umsatzwachstum an: «Sechs bis acht Prozent in Lokalwährung ist das Ziel», sagt Widmer. Man werde auch weiter in Forschung und Entwicklung und in den Bau neuer Fabriken investieren. «Dieses Jahr werden wird wieder zirka acht neue Fabriken eröffnen», so der Finanzchef im HBL-WebTV. Zudem habe man mit Senegal und El Salvador im laufenden Jahr schon zwei neue Ländergesellschaften eröffnet. «Und dann wir sicher noch die hundertste Ländergesellschaft dazukommen», sagt Widmer.

Wie es Sika schafft, die vielen Übernahmen zu verdauen und zugleich dem konjunkturellen Auf und Ab zu trotzen, und was die digitale Revolution für den Bauchemikalienhersteller bedeutet, erfahren Sie im Video-Interview.