Obligationenanlagen: Eine Frage von Risiko und Laufzeit

Eine Analyse der Zinsstruktur kann helfen, Fehler bei Obligationenanlagen zu vermeiden. Bei einer Verflachung der Zinskurve rücken Anleihen mit langen Laufzeiten in den Fokus.

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Unterschiedliche Laufzeiten beachten: Obligationen mit einer langen Laufzeit sind bei einer Verflachung der Zinskurve erfolgreicher als kurzfristige Anleihen. (Bild: Adobe Stock)

Bei Anlagen in Obligationen stellt sich für Investoren die Frage nach a) dem geeigneten Kreditrisiko und b) der richtigen Laufzeit. Das Laufzeitenmanagement wird dabei oftmals gegenüber den Schuldnerrisiken vernachlässigt, dabei ist die Entwicklung der Zinsen genauso wichtig. Die richtige Positionierung auf der Zinskurve hängt dabei von der aktuellen Struktur der Zinskurve (siehe Chart) sowie der Prognose für die Kurz- und Langfristzinsen ab.

Inverse, steile oder flache Kurve

Im Normalfall ergeben Anlagen mit kurzen Laufzeiten tiefere Zinsen als Anlagen mit langen Laufzeiten. Das ist aber nicht immer so. (Quelle: Bloomberg/Grafik: HBL Asset Management)

Die Zinsstruktur ändert sich in den meisten Fällen durch eine «parallele» Verschiebung – das heisst, die Kurz- und Langfristzinsen steigen oder fallen in ähnlichem Ausmass. Bei einer Verflachung der Kurve hingegen steigen die kurzen Zinsen stärker als die langfristigen – im umgekehrten Fall kommt es zu einer steileren Zinskurve.

Die Prognose für die Zinskurve beeinflusst somit direkt die Anlagestrategie bei den Laufzeiten. Zum Beispiel sind Obligationen mit einer langen Laufzeit bei einer Verflachung der Kurve erfolgreicher als kurzfristige Anleihen. Das HBL Asset Management analysiert die Entwicklung an den Märkten täglich und betreibt für ihre Kunden ein aktives Management der Laufzeiten.

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