Gold erweist sich als sicherer Hafen auch während der Corona-Krise

Wegen Notverkäufen von Aktieninvestoren geriet der Goldpreis in der Corona-Krise zunächst unter Druck. Später aber erholte er sich relativ schnell wieder.

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Wer in Gold investieren möchte, ist besser beraten, auf börsengehandelte Anlageprodukte zu setzen, die mit physischem Gold hinterlegt sind. (Bild: Nuthawut/ Adobe Stock)

Zu Beginn der Corona-Krise hatte der Goldpreis innerhalb von nur zehn Tagen rund 15% seines Wertes eingebüsst. Viele Anleger gerieten in ernsthafte Zweifel, ob Gold als sicherer Hafen auch heute noch Bestand hat. Hinter den heftigen Kursverlusten steckten allerdings Notverkäufe von Aktieninvestoren, welche mit Wertpapieren hinterlegte Kredite aufgenommen hatten. Aufgrund der enormen Verwerfungen an den Aktienmärkten, mussten diese ihre Goldanlagen liquidieren, um ihre Kredite zu decken.

In Krisenzeiten gefragt: Preis für eine Unze Gold (indexiert, 100=01.01.2001)

In der Corona-Krise hat sich der Preis für eine Unze Gold dem historischen Höchststand aus dem Jahr 2011 genähert. (Quelle: Bloomberg/Grafik: HBL Asset Management)

Inzwischen konnte sich die Preisentwicklung des gelben Edelmetalls jedoch deutlich erholen und notiert wieder knapp unter dem Allzeithoch. Wir erachten eine Beimischung von Gold in ein breit diversifiziertes Wertschriftenportfolio grundsätzlich als sinnvoll. Zum einen ist die historische Korrelation von Gold und Aktienanlagen in Krisenzeiten negativ und zum anderen wächst die Sorge vor einer massiven Schuldenausweitung mit sinkenden Zinsen, wovon Gold profitieren könnte. Wer in Gold investieren möchte, ist besser beraten, auf börsengehandelte Anlageprodukte zu setzen, die mit physischem Gold hinterlegt sind. Börsengehandelte Produkte bilden die Preisentwicklung des Metalls genau ab und lassen sich auch leichter wieder veräussern als Münzen oder Barren.

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